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Zwei Landesmeister und ein Vizetitel

Erfurt. Drei starke Mädels des TSV 05 Remsfeld zeigten am Montagabend (24. Februar) bei den offen ausgeschriebenen Thüringer Meisterschaften im Steinstoßen ihr Können und holten zwei Titel und eine Vizemeisterschaft nach Knüllwald.

Durchaus überraschend, denn der kurzfristig geplante Start in Erfurt sollte lediglich dabei helfen ein wenig Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, um die hessischen Landesmeisterschaften in dieser Disziplin vorzubereiten.

Lilli Lange (W13) errang den ersten Platz bei den B-Schülerinnen und stieß das 3 Kilogramm schwere Sportgerät auf 6,82 Meter. Lilli agierte in den ersten drei Versuchen sehr vorsichtig. Sie entschied sich für einen langsameren Anlauf, um dem Abwurfbalken optimal zu erreichen. Im fünften Versuch war sie mutiger und markierte die neue Bestweite, die im vergangenen Jahr Platz 10 der Deutschen Bestenliste ihrer Altersklasse bedeutet hätte.

Die Wertung bei den A Schülerinnen entschied Ognjana Vicovac (W 14) für sich. Sie katapultierte den 3 Kilo Stein gleich im zweiten Versuch auf ausgezeichnete 6,64 und überzeugte durch eine konstante Serie. Alle sechs Versuche variierten nur 29 Zentimeter voneinander. So konstant war an diesem Abend auch keiner der Sportler in den anderen Altersklassen.

Angelina Pfeifer (W16) kam in der B- Jugend auf den zweiten Platz. Für diese Altersklasse ist der Stein satte 5 Kilo schwer, womit Angelia sichtbar zu kämpfen hatte. Aber auch sie ging behutsam vor. Probierte die ersten Versuche aus dem Stand heraus, verlängerte dann den Anlauf und riskierte in den letzten beiden Durchgängen viel, indem sie schwungvoll und lang Anlauf nahm. Der Mut hat sich ausgezahlt, denn der Stein flog 5,26 Meter weit und sicherte Angelina die Vizemeisterschaft in Thüringen.

 

Neben der spannenden Wettkampferfahrung, den beiden Landesmeistertiteln und der Vizemeisterschaft haben die Starterinnen ungewohnte Eindrücke und Bewegungserfahrungen in einer neuen Wettkampfdisziplin mit nachhause genommen. Steinstoßen ähnelt dem Kugelstoßen. Allerdings darf hier beliebig weit angelaufen und in eine vier Meter breite Zone hineingestoßen werden. Es empfiehlt sich den Anlauf aus dem Speerwerfen zu übernehmen und mit einer schwungvollen Ausstoßphase zu kombinieren. Klingt einfacher als gedacht, denn es ist gar nicht so leicht mit so schweren Steinen in der Hand rhythmisch anzulaufen. Aus dieser Herausforderung gilt es jedoch das Programm für das Training in den kommenden Wochen abzuleiten, damit es bei den Hessischen Meisterschaften mindestens genauso gut läuft.

 

Die Hessischen Titelkämpfe finden ebenfalls in einer vollausgestatteten Leichtathletik Halle in Frankfurt statt. So ein imposanter Wettkampfort ist neu für die Trainingsgruppe. Auch deshalb war der Ausflug in die Hartwig-Gauder-Leichtathletik-Halle nach Erfurt ein ganz besonderes Erlebnis für die drei Starterinnen aus Remsfeld. Die Mädels waren sich einig: Würde diese Leichtathletikanlage in Knüllwald stehen, dann würden wir jeden Tag trainieren. So zog beispielsweise die 200-Meter Rundbahn, mit den erhöhten Kurven, magisch an. Da hat bereits das Warmlaufen riesen Spaß gemacht. Aber auch während des Wettkampfes, der sich wegen der vielen Starter in die Länge zog, war der Aufforderungscharakter dieser Rundbahn allgegenwärtig. Die drei Athletinnen des TSV haben sich in den Pausen zwischen den Versuchen immer wieder durch kleinere Sprints und Läufe auf dieser beeindruckenden Bahn frisch gehalten. Am Ende des Tages stand für alle fest das wir im nächsten Jahr auch im Rundenlaufen um Titel kämpfen wollen.