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Die Kunst der Konstanz

Die Kunst der Konstanz: Lilli Lange bestätigt gigantische Hessenrekorde trotz Frost-Schock

 

Garching a. d. Alz – Lilli Lange hat ihre beiden jüngsten Hessenrekorde von Malta nun auch in Deutschland bestätigt. Trotz extremer Kälte zeigte sie beim Silvesterwerfen, dass ihre starken Leistungen keine Zufallstreffer waren.

Die Athletin bewies beeindruckende Konstanz, die das Ergebnis zielorientierten Wintertrainings ist. Im Nachhinein betrachtet war es eine gute Entscheidung die Wettkampfsaison im Oktober ausklingen zu lassen, um über ein allgemeines Leichtathletiktraining mit Schwerpunkten im Bereich Schnelligkeit, Koordination und Athletik Grundlagen für die neue Saison zu legen.

 

Tradition und Athleten-Treffpunkt

 

Das Silvesterwerfen in Garching an der Alz, ausgerichtet vom TuS Alztal Garching, hat eine lange, mehr als 30 - jährige Tradition im Rasenkraftsport. Es wird jeweils am 31. Dezember veranstaltet und dient vielen Nachwuchs- und Spitzenathleten aus der gesamten Region als wichtiger Saisonabschluss oder unmittelbare Wettkampfvorbereitung für die anstehende Wintersaison. Hier treffen sich Athleten, wie auch Lilli Lange, die in Bayern Freunde aus dem bayerischen D-Kader traf. Die Wettbewerbe umfassen traditionell Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen.

Hintergrund und Wintertraining

 

Die Rekorde in Valetta waren das Resultat gezielten Grundlagen-Wintertrainings. Gleichzeitig fehlte aufgrund der Trainingsschwerpunkte die Möglichkeit der wettkampfnahen Einordnung. Unter idealen Bedingungen von 20 Grad und Windstille in den Abendstunden in Malta stellte Lilli am 22. Dezember neue Bestmarken auf: 2482 Punkte im Dreikampf und 21,95 Meter im Gewichtwerfen. Um die Qualität dieser Leistungen einordnen und unterstreichen zu können, brauchte es zeitnah einen weiteren Dreikampf, auch um die Rekorde nochmals zu bestätigen. Der direkte Vergleich innerhalb von 9 Tagen macht diese Herausforderung unter den extrem unterschiedlichen Bedingungen deutlich. Allein der Temperaturunterschied betrug gigantische 30 Grad.

Analyse

 

Die Differenz zu den Malta-Werten ist minimal und zeugt von einer herausragenden Leistungsdichte und mentalen Stärke. Die 2251 Punkte bestätigen den Rekord von 2482 Punkten, da Kälte eine erhebliche natürliche Bremse darstellt. Bei Minustemperaturen sind Muskeln und Bänder weniger elastisch und beweglich. Auch das Sportgerät selbst verhält sich anders, und der rutschige Schnee, aber auch der nasse und zuweilen angefrorene Wurfkreis erschwert die für gute Weiten nötige Technik und Balance.

Lillis Fähigkeit, ihre Top-Form auch unter diesen extremen klimatischen Bedingungen abzurufen und so nah an ihre Bestleistung heranzukommen, ist ein vielversprechendes Zeichen für zukünftige Wettkämpfe und Meisterschaften, bei denen das Wetter nicht immer perfekt sein wird.