Bei den Offenen Thüringer Hallenmeisterschaften im Steinstoßen am vergangenen Montag demonstrierte die nordhessische Talentschmiede eine Dominanz, die weit über die Region hinausstrahlt: Acht Landesmeistertitel und eine geschlossene Teamleistung markieren den erfolgreichen Start in die heiße Phase der Wintersaison.
Ein Härtetest aus dem vollen Training
„Das war ein wichtiger Härtetest aus dem vollen Training heraus“, bilanziert der Coach der Truppe. Trotz der hohen Belastungsintensität der letzten Wochen riefen die Athleten Bestleistungen am Fließband ab. Besonders wertvoll: Der Wettkampf fand auf exakt der Anlage statt, auf der am 21. und 22. März die Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden. Unsere Athleten kennen nun jeden Zentimeter der Erfurter Halle – ein psychologischer Vorteil, der bei der Medaillenjagd im März den Ausschlag geben kann.

Die Bilanz der Champions
- Lilli Lange unterstrich ihre Ausnahmestellung mit einem Doppel-Sieg (A-Schülerinnen und B-Jugend).
- Matheo Brand pulverisierte seine alte Bestmarke um fast einen Meter und sicherte sich Gold im Leichtgewicht.
- Richard Gerber dominierte das Schwergewicht (A-Schüler und B-Jugend), während Ammar Barakat (Mittelgewicht) und Mia Schade (B-Schülerinnen) ebenfalls ganz oben auf dem Podest standen.
- Ogniana Vicovac verteidigte ihren Vorjahrestitel souverän, und Mohamad Abdullah komplettierte das starke Ergebnis mit zwei Silber-Rängen in der Spitze.

Mehr als nur Meter: Charakterbildung als Fundament
Die Remsfelder U16-Gruppe ist Teil eines „Living Labs“ der Sportwissenschaft. In dem Projekt AI 36 geht es um mehr als nackte Zahlen. „Neben den sportlichen Resultaten ist uns stets das Miteinander und die Bildung starker Charaktereigenschaften wichtig“, betont Trainer Harald Lange. Die Philosophie ist klar: Wenn die Teambildung gelingt und die Werte, wie z.B. Respekt, Fairplay, Toleranz und Gerechtigkeit stimmen, fühlen sich alle wohl – und nur in einem solchen Umfeld entstehen Spitzenleistungen. Diese soziale Nachhaltigkeit ist der Kern des „Science Practitioning“, das am Wettkampftag parallel auch im offiziellen idw-Wissenschafts-Release bundesweite Anerkennung fand.

Der Fahrplan zum großen Ziel
Nach dem Erfolg in Erfurt atmet das Team nur kurz durch. Während ein Teil der Gruppe am Dienstag zum internationalen Austausch nach Malta aufbricht, steht am 14. März der letzte große Test an: Die Hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt. Es ist die Generalprobe für das erklärte Saisonziel im Winter – die Deutsche Meisterschaft Ende März in Erfurt.

Dort möchte das Team Medaillen machen, neue Freundschaften knüpfen und dem Event auch als Gruppe einen nordhessischen Stempel aufdrücken. Für potenzielle Partner im Sponsoring und der Kooperation aus der Region bietet dieser Weg eine ideale Plattform: Regionale Identität und wertebasiertes Miteinander, gepaart mit nationaler Exzellenz und moderner Trainingsmethodik. Die „Road to 2036“ hat in Erfurt deutlich an Fahrt aufgenommen.