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Leonie Ostermüller stürmt an die Spitze: Remsfelder Werfer-Nachwuchs übernimmt die „Pole Position“

Dissen, 09. Mai 2026 – Die Jagd auf die Bestweiten hat begonnen. Nach dem Bundesliga-Qualifikationswettkampf in Dissen steht fest: Der Weg zum Titel führt in dieser Saison über den TSV Remsfeld.

Die statistische Bilanz des Tages ist fast schon unheimlich: Von 16 möglichen Bestmarken – jeweils drei Einzeldisziplinen plus die Dreikampf-Gesamtwertung für die vier Starter – pulverisierten die Remsfelder stolze 12 persönliche Bestleistungen.

 

Taktik-Coup: Leonie und Lilli thronen oben

 

Es war ein sportlicher Triumph mit Ansage: Leonie Ostermüller wuchs über sich hinaus und sicherte sich mit 1740 Punkten und neuen Bestleistungen in allen drei Einzelwertungen (darunter starke 16,93 m im Gewichtwurf) sowie im Gesamtergebnis Rang 1 der deutschen Bestenliste. „Ich habe heute einfach jeden Wurf perfekt getroffen. Das Gefühl, ganz oben in der Liste zu stehen, ist der Wahnsinn und Motivation pur für die nächsten Wochen“, freute sich Leonie nach dem Wettkampf.

Ihre Trainingspartnerin Lilli machte das Remsfelder Glück perfekt. Sie bewies Teamgeist und startete eine Gewichtsklasse höher, um das Team optimal aufzustellen. Mit souveränen 2087 Punkten im Dreikampf sicherte auch sie sich die aktuelle Spitzenposition in Deutschland. Gemeinsam thronen die beiden mit einer Mannschaftswertung von 3827 Punkten ganz oben im nationalen Ranking. „Dass wir jetzt beide von der Pole Position aus starten, ist das beste Szenario, das wir uns erträumt haben“, so das Fazit der beiden Freundinnen.

Nervenkrimi und Dominanz bei den Jungs

 

Bei den Jungen war die Spannung am Wurfring förmlich greifbar. Ammar Barakat lieferte den Krimi des Tages: Nach drei ungültigen Versuchen im Steinstoßen lastete der gesamte Druck auf dem letzten Versuch. Mit Nerven aus Stahl egalisierte er seine Bestleistung (10,50 m) und legte im Hammerwurf (25,77 m) sowie Gewichtwurf (14,97 m) neue Rekorde nach. „Nach dem dritten Ungültigen dachte ich kurz: Das war’s. Aber dann habe ich nur noch an die Technik gedacht“, gab Ammar erleichtert zu Protokoll.

Matheo Brandt untermauerte derweil seine Ausnahmestellung. Als amtierende Nummer eins der A-Schüler ließ er mit 13,21 m im Gewichtwurf keinen Zweifel an seiner Form. Zusammen mit Ammar belegt er aktuell einen hervorragenden zweiten Platz in der deutschen Mannschaftswertung. „Wir wissen, dass wir die Gejagten sind. Aber genau das macht den Reiz aus“, gab sich Matheo kämpferisch.

Ein Champion als greifbares Vorbild

 

Ein besonderes Highlight für die engagierten Nachwuchssportler war die Begegnung mit Sören Klose. Der zweifache Deutsche Meister und Olympiateilnehmer von Paris 2024 war ein Star zum Anfassen. Einen Athleten, der den Hammer auf über 77 Meter schleudert, hautnah im eigenen Wettkampfumfeld zu erleben, machte den olympischen Traum für die Remsfelder greifbar. Die bloße Präsenz des Champions strahlte eine Professionalität aus, die den Willen stärkte, selbst einmal in diese Weiten vorzustoßen.

Ausblick: Die Jagd ist eröffnet

 

Coach Harald Lange blickt mit Stolz, aber auch dem nötigen Realismus auf die kommenden Wochen: „Es wird verdammt schwer, dort oben an der Spitze zu bleiben, aber die Jugendlichen haben den Schwung, das durchzuziehen, um bei den Deutschen Meisterschaften Mitte September in Wasserburg vorn dabei zu sein. Wir haben uns eine hervorragende Ausgangslage erarbeitet, aber die Saison geht jetzt erst richtig los.“ Mit dem Rückenwind aus Dissen und der doppelten „Pole Position“ im Gepäck hat der TSV Remsfeld den Takt für 2026 vorgegeben.