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Lilli Lange und das Team in Rekordlaune

Auestadion Kassel. Der Bezirk Nordhessen hat mit dem Orga-Team um Peter Hartung und Hartmut Nutschke für die Nachwuchsteams der Region nochmal einen Wettkampf organisiert, damit sich die jungen Sportlerinnen und Sportler auf die Deutschen Jugend Meisterschaften im Rasenkraftsport einstellen können.

Für das Team aus Remsfeld lief es gut. Die B-Schülerinnen trumpften ganz stark auf. Zina Taleb, Mia Schade und Lilli Lange kamen auf 4700 Punkte und verfehlten den 11 Jahre alten Hessenrekord um lediglich 168 Zähler. Nach der ersten Prüfung steht fest: Bislang waren in der Geschichte des Deutschen Sports lediglich zwei Teams besser. Die Deutschen Rekordhalter aus Wasserburg bei München und das Team der Startgemeinschaft der beiden Vereine vom TV Bürstadt und TV Fränkisch Crumbach, die auch den Hessenrekord halten. Das war wirklich ganz großer Sport von den Dreien, die auch in den Einzelwertungen insgesamt 8 persönliche Bestleistungen aufstellen konnten.

 

Allen voran Lilli Lange, die im Hammerwurf an Stabilität gewinnt und gleich mehrmals die alte persönliche Bestmarke übertroffen hatte. Am Ende standen 37,05m zu Buche. Ähnlich im Gewichtwurf, den sie diesmal sehr vorsichtig, aber mit 17,14 Metern abgeschlossen hat. Da ist trotz der neuen Bestmarke noch viel Luft nach oben. Gleiches gilt möglicherweise auch für das Steinstoßen, wobei Lilli hier gleich dreimal die alte Bestmarke übertreffen konnte und nach 8,58 bzw. 8,79 mit starken 8,80 Metern nun auf Platz 1 der Deutschen Bestenliste steht. Am Ende kamen 1994 Punkte in der Dreikampfwertung dabei heraus. Satte 131 Punkte über ihrer alten Bestmarke.

Zina lieferte im Hammerwurf mit 21,90 schon wieder eine neue Bestleistung ab und blieb in den übrigen Disziplinen nur ganz knapp hinter ihren Hausrekorden. Die Trainingsfortschritte der zurückliegenden Wochen sind sichtbar. Nicht nur im Wurf, sondern auch im Sprint und Lauf. Bei Mia war ein geteiltes Bild zu beobachten im Hammerwurf bestätigte sie den Trend, der sich bereits im Training andeutete und knackte mit 31,94 Metern erstmals die 30 Meter – Schallmauer. Ebenso im Steinstoßen, wo die 7 Meter Marke überboten wurde (7,15m). Aber im Gewichtwurf lieferte sie für das Team eine Zitterpartie ab. Drei ungültige Versuche und ein Sicherheitswurf, der mit knapp über 10 Metern mehr als 4 Meter kürzer ausgefallen war, als Mias bislang bester Wurf. Was solls, es gibt sicherlich keine besseren Gelegenheiten als diesen Sport, um den Umgang mit Höhe und Tiefen innerhalb weniger Minuten erleben und durchleiden zu können. Mia kann hieraus enorm viel lernen, sollte sich aber erstmal über die neue Bestmarke im Dreikampf freuen, die erstmals jenseits der 1500 Punkte liegt.

 

Wenn die Mädels so weit werfen darf Matheo Brandt ihnen in nichts nachstehen. 24,40 Meter im Hammerwurf, 15,49 im Gewichtwurf und 8,16 Meter im Steinstoßen bedeuten drei neue Rekorde in den Einzeldisziplinen und mit 1680 Punkten im Dreikampf eine Steigerung um knapp 200 Punkten, die Matheo auf Platz 1 in der Deutschen Rangliste einbringt.

Leonie Ostermüller hatte heute einfach nur Pech. Durch die zahlreichen Fehlversuchen blieb sie hinter ihren Möglichkeiten zurück, kämpfte sich aber tapfer durch den Wettkampf durch und kam am Ende im Steinstoßen doch noch auf respektable 6,30 Meter. Kopf hoch, cool und dran bleiben: Bei den Deutschen nächste Woche wird es deutlich besser laufen.

 

Ognjana Vicovac kam gut durch diesen Wettkampf, blieb im Hammer- und Gewichtwurf nur knapp hinter ihren Bestleistungen, stellte dann aber im Steinstoßen mit zwei mal auf den Zentimeter gleich gestoßenen 6,87 Metern eine beeindruckende neue Bestleistung auf. Darauf lässt sich aufbauen. Ebenso auf die Ergebnisse von Angelina Pfeiffer (B-Jugend) und Mia Wettlaufer (A-Schülerinnen), die ihren ersten Dreikampf bestritten. Angelina konnte ihre Leistung im Hammerwerfen nach dem dritten Platz bei den Bezirksmeisterschaften nochmals auf 21,53 Meter steigern. Und Mia absolvierte alle 12 Versuche ihres ersten Rasenkraftsport Wettkampfes mit einer beeindruckenden Akribie und Ruhe. Sie erarbeitete sich Stück für Stück eine sichere Basis, an der wir uns im Training orientieren werden. Es schaut tatsächlich so aus, als würden wir im Sog der starken B-Schülerinnen demnächst auch ein A-Schülerinnen Team haben, das nachzieht. Mia wird da gewiss eine ganz bedeutende Rolle spielen.

 

Wie übrigens auch alle anderen die zu unserem Haevy – und Leicht- Athletics Team dazugehören. Die Atmosphäre stimmt und motiviert alle ins Training zu kommen und Spaß zu haben. In diesem Sinne: Kommt vorbei oder nehmt Kontakt auf, wenn ihr Teil des starken Teams werden möchtet.


Kontakt:
harald.lange@tsv-05-remsfeld.de