In ihrer Spezialdisziplin, dem Hammerwurf, belohnt sie sich damit für eine herausragende Sommersaison. Dass der sportliche Erfolg hier tief verwurzelt ist, zeigt ein Blick in die Familiengeschichte: Ihr Vater Harald Lange, der heute auch die starke U16-Trainingsgruppe im Verein betreut, war vor genau 40 Jahren selbst Mitglied im Hessischen D-Kader auf der Mittelstrecke. Und auch Lillis Cousin, Bastian Mrochen – Gewinner der Bronzemedaille bei der Junioren-Europameisterschaft 2021 in Tallinn –, durchlief einst erfolgreich das hessische Kadersystem.

Lilli verdankt ihre Nominierung einer beeindruckenden Konstanz. In insgesamt neun Wettkämpfen und bei mehr als 30 gültigen Versuchen erfüllte sie die geforderte Leistungsnorm zigfach. Doch die reine Vorleistung im Wurfring reichte für die endgültige Aufnahme noch nicht aus. Um die Berufung offiziell zu besiegeln, musste sie ihre vielseitige motorische Basisausbildung im bundesweit einheitlichen Test des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bestätigen und gemeinsam mit allen anderen Nominierten Grundlagen in den Bereichen Schnelligkeit, Sprungkraft, Rhythmus, Körperkraft, Dynamik und Ausdauer nachweisen.
Hierfür fordert das offizielle Testmanual des DLV den Nachweis fundamentaler athletischer Grundlagen in verschiedenen Kernbereichen:

Ergänzt wurden diese sportmotorischen Grundlagen durch anthropometrische Vermessungen sowie durch die disziplinspezifischen Erweiterungen für den Wurf- und Stoßbereich, bei denen unter anderem das Kugelschocken rückwärts auf dem Programm stand. Lilli meisterte diese vielseitige athletische Herausforderung mit Bravour und war in allen Tests ganz vorn im Ranking dabei. Für den Papa und Trainer waren dabei die exzellenten Lauf- und Sprintleistungen besonders erfreulich. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das direkte Resultat der konsequenten und hervorragenden Grundlagenarbeit in unserer Remsfelder Trainingsgruppe, die auch die exzellenten Leistungen und die enorme Leistungsdichte in dieser gesamten Saison erklärt.

Dieser Erfolg strahlt folglich auf die ganze Abteilung ab: Mit Matheo Brandt, Richard Gerber und Leonie Ostermüller stehen gleich drei weitere hochtalentierte Athleten aus Haralds U16-Trainingsgruppe unmittelbar vor dem Sprung in den Kader. Die zuständigen Landestrainer haben die Remsfelder Gruppe bereits fest im Blick. Während Matheo im Hammer- und Speerwurf nur noch wenige Meter fehlen und Richard in den Disziplinen Kugel, Diskus und Hammer ebenfalls nur noch wenige Zentimeter beziehungsweise Meter von der Richtlinie entfernt ist, fehlt bei Leonie mit weniger als 30 Zentimetern im Hammerwurf tatsächlich nur noch ein Wimpernschlag. Sobald in den kommenden Wettkämpfen die noch ausstehenden Normen erfüllt sind, werden plangemäß die nächsten offiziellen Berufungen für dieses starke Team folgen.