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9 mal Gold! Titelregen und gelebte Werte bei den Hessischen Meisterschaften

Frankfurt-Kalbach, 14. März 2026 – Die Leichtathletikhalle in Frankfurt wurde am vergangenen Samstag zum Schauplatz eines glanzvollen Auftritts des TSV Remsfeld.

Mit einer Bilanz von insgesamt 14 Medaillen – darunter 6 Einzel-Goldtitel, 3 Mannschaftssiege, 4 Silber- und eine Bronzemedaille – kehrten die Nordhessen heim.
Doch hinter den sportlichen Erfolgen steht eine Geschichte von außergewöhnlichem Zusammenhalt und einer Team-Mission, die weit über das bloße Messen von Weiten hinausgeht.

 

Ein Team, eine Mission: Integration als Fundament

Schon die Anreise mit zwei vollbesetzten Bussen und elf Athleten setzte ein klares Zeichen: Die Knüllwälder treten als geschlossene Einheit auf. Dieser starke Teamspirit hinterließ in der Frankfurter Halle einen bleibenden, positiven Eindruck. Die Sportler stützten sich gegenseitig, achteten aufeinander und lebten eine zwischenmenschliche Qualität, die im Leistungssport das Fundament für Spitzenleistungen bildet.

Besonders wertvoll: Die beiden Neulinge im Team, Carlotta und Henri, wurden mit einer Natürlichkeit integriert, die zeigt, dass beim TSV Remsfeld der Mensch im Mittelpunkt steht. Hier wird nicht nur für Goldmedaillen trainiert, sondern für eine Gemeinschaft, in der erfahrene Athleten Verantwortung für Jüngere übernehmen. Diese wertekonturierte Gruppenführung sorgt dafür, dass sich jeder Einzelne sicher und getragen fühlt – die beste Voraussetzung, um im entscheidenden Moment über sich hinauszuwachsen.

Männliche Jugend: Drei Gewichtsklassen, drei Siege

Sportlich ließen die Jungs der A-Schüler der Konkurrenz keine Chance. Besonders hervorzuheben ist Matheo, der die Klasse bis 52 kg mit einer Sensation aufmischte: Mit 7,61 m steigerte er seine Bestweite innerhalb von nur drei Wochen um unglaubliche 63 Zentimeter.

In den schwereren Klassen setzte sich der Siegeszug fort: Mohamad Abdulla sicherte sich im Mittelgewicht mit 9,46 m seinen ersten Hessentitel. In der Klasse über 65 kg kam es zu einem packenden vereinsinternen Duell: Ammar Barakat siegte mit starken 10,50 m hauchdünn vor Richard Gerber (10,29 m). Beide führen damit aktuell die deutsche Rangliste auf den Plätzen 1 und 2 an. Abgerundet wurde das Ergebnis durch die Silbermedaille von Neuling Henri Fenner, der bei den C-Schülern mit 7,36 m direkt ein Ausrufezeichen setzte.

 

Weibliche Jugend: Lilli Lange führt das Feld an

Auch die Athletinnen verteidigten beide Team-Titel (A- und B-Schülerinnen) souverän. Das Glanzlicht setzte Lilli Lange, die trotz der Nachwirkungen eines intensiven Trainingslagers ihre Ausnahmeklasse bewies und mit 10,07 m als einzige die 10-Meter-Marke knackte.
Taktisch klug aufgestellt präsentierte sich das Team im Mittelgewicht: Hier sicherte sich Ognjana Vicovac mit 7,38 m den Titel vor ihrer Teamkollegin Leonie Ostermüller, die mit 7,07 m eine neue persönliche Bestleistung aufstellte. Bei den B-Schülerinnen glänzten zudem Zina Taleb (6,63 m) sowie Debütantin Carlotta Bickel, die mit 5,57 m hervorragend in das Teamgefüge startete. Mia Schade komplettierte das Ergebnis mit Silber im Mittelgewicht (7,58 m).

Fazit: Mit Haltung zum Erfolg

Die Hessischen Meisterschaften haben gezeigt: Der TSV Remsfeld ist bereit für die nationale Bühne. Das wahre Erfolgsgeheimnis ist die Balance zwischen individuellem Ehrgeiz und kollektiver Fürsorge. Mit diesem Rückenwind geht es nun am 21. und 22. März zu den Deutschen Meisterschaften nach Erfurt. Dort wird das Team nicht nur um Zentimeter kämpfen, sondern vor allem beweisen, welche Kraft in einer echten Gemeinschaft steckt.